Im Namen des Erhabenen  
  Palästina-Spezial
 

Welteinfluss des Zionismus in Deutschland

Beim Eingehen auf das Thema "zionistischer Einfluss in Deutschland" setzt man sich in der Regel dem Verdacht des Antisemitismus aus, noch bevor man ein weiteres Wort gesagt hat. Diese extrem übertrieben vorsichtige Einstellung ist sicherlich in der deutschen Geschichte begründet. Allerdings liegt dieses grauenvolle Kapitel nunmehr über 60 Jahre zurück, während die Massaker an Palästinensern jeden Tag und zu unseren Lebzeiten erfolgen. Das Gedenken an die Gräueltat Hitlers darf doch nicht dazu führen, dass man die Augen vor den Massakern der heutigen Zionisten verschließt und Ihren teilweise staatsschädigenden Einfluss stillschweigend hinnimmt.

Links zum Thema

bullet Offener Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland vom Rechtanwalt Armin Fiand
bullet In Treue fest zum israelischen Staats- und Regierungsterror
bullet Wer lügt noch dreister als der Bundestag? Der Zentralrat der Juden!
bullet Israel-Kritiker unter Druck gesetzt
bullet Beckstein und der fünfte Stamm
bullet Gehört Israel neuerdings zur deutschen Geschichte?
bullet "Für Israels Sicherheit paktieren wir sogar mit dem Teufel"
bullet Haim Sabans Geschäfte in Deutschland - Machtbewusst und abgeklärt
bullet Deutsche "Dingos" via USA nach Israel - Wie Exportbeschränkungen umgangen werden
bullet Unrecht weiter toleriert - Unilaterale Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens gefordert (junge welt 6.5.2002)

 

Identitätsfrage

Bei deutschen Juden stellt sich grundsätzlich zuerst die Identitätsfrage. Betrachten sie ihr Judentum als eine Religion, wie z.B. das Christentum, wobei die Religionszugehörigkeit unabhängig von der Staatsbürgerschaft ist, oder ist das Judentum eine rassistisch motivierte Ideologie, wie der Zionismus? Während die in Deutschland lebenden jüdischen Staatsbürger in offiziellen Verlautbarungen sich als "Deutsche" bezeichnen und Judentum und Zionismus zwei voneinander zu unterscheidende Ideologien darzustellen versuchen, gibt die Israelische Botschaft in ihrer Internetpräsenz auf die Frage "sind alle Juden Zionisten" folgende Antwort: Juden sind insofern Zionisten, als die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Heimatland Inhalt einer der fundamentalen Lehren des Judentums ist. Die meisten Juden unterstützen den Staat Israel — die grundlegende Verwirklichung des Zionismus. Es gibt Juden, die den Zionismus als politische Bewegung ablehnen.

Ausgehend von dieser Einleitung zum Einfluss des Zionismus in Deutschland können erstaunliche Parallelen zu den bereits vorher jeweils erst nach der Amtsübernahme entdeckten eigenen Identitäten von einflussreichen Juden hergestellt werden.

Entschädigungszahlungen

Ein Kapitel des zionistischen Einflusses in Deutschland ist gefüllt mit den immer wieder eingeforderten Zahlungen an Israel oder zionistische Organisationen überall in der Welt. Selbst jüdische Autoren in Deutschland haben öffentlich behauptet, dass sich zionistische Organisationen des mehrfachen Abkassierens schuldig gemacht haben. Von europäischen Regierungen eigneten sie sich ebenso widerrechtlich Geld an wie von den tatsächlichen Überlebenden der Nazi-Verfolgung. Sogar in den offiziellen Annalen der Jewish Claims Conference (JCC) wird eingeräumt, dass die JCC Zahlungen nicht bestimmungsgemäß verwandt habe, welche die deutsche Regierung ursprünglich für Holocaust-Opfer vorgesehen hatte. Während der  Zwangsarbeiter-Verhandlungen in 2000 legte die JCC gemäß Angaben eines jüdischen Autors weit überhöhte Zahlen von noch lebenden jüdischen Zwangsarbeitern vor und zitiert die Frage:  „Wenn jeder, der behauptet, ein Überlebender zu sein, wirklich einer ist, wen hat Hitler dann eigentlich umgebracht?“

Allerdings vertreten die führenden Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland bedauerlicherweise nicht Deutsche Interessen (und damit auch die Interessen der Deutschen Juden) sondern machen sich zum Sprachrohr zionistischer Organisationen in den USA. Gemäß einer dpa Meldung vom 28.1.2001 bezeichnete der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedmann, das Verhalten der Deutschen Wirtschaft als "unerträglich und skandalös", nur weil diese vor etwaigen Zahlungen an u.a. zionistische Organisationen in den USA eine Rechtssicherheit vor weiteren Klagen einforderten. Dabei war er als ehemaliges Mitglied des CDU-Präsidiums auch bereit deutschen Unternehmen Schaden zuzufügen. Er forderte, den politischen und gesellschaftlichen Druck auf die zahlungsunwilligen Unternehmen zu verstärken. Die Verweigerer müssten angeprangert werden. Das Argument der Wirtschaft, sie könne erst bei Rechtssicherheit zahlen, ließ Friedman nicht gelten. Daher stellt sich die berechtigte Frage, wessen Interessen diesem deutschen Staatsbürger wichtiger sind? Es sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass weder Friedmann noch irgendein anderes führendes Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland, bei all der Erinnerung an 50 Jahre zurückliegendes Leid eines Volkes, sich jemals kritisch gegen israelische Soldaten geäußert haben, die täglich mit tödlicher Munition auf muslimische Kinder schießen, vor laufenden Kameras. Als deutsche Muslime stellen wir uns die Frage, wie kann man die Geschichte auch nur halbwegs vernünftig aufarbeiten, ohne die Massaker der Gegenwart zu bekämpfen. Die deutschen sollen 50 Jahre danach noch immer zahlen, weil sie eine Verantwortung tragen. Warum aber tragen die sich zu Israel bekennenden Personen, unabhängig davon ob es Juden sind oder nicht, keine Verantwortung für die heutigen Grausamkeiten? Sollen die Muslime 50 Jahre warten, bevor sie ihr Recht einfordern dürfen?

Zur gleichen Zeit hatte das kleine Österreich der Zahlung von 210 Millionen Dollar (226 Millionen Euro/3,11 Milliarden Schilling) zur Entschädigung von NS-Opfern und ihren Angehörigen zugestimmt, denen während der Nazi-Zeit ihr Besitz geraubt worden war. Damit hatte das kleine Österreich alleine insgesamt rund eine Milliarde Dollar Entschädigung zugesagt. Aber das sollte nicht reichen. Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat von Österreich eine unmissverständliche Entschuldigung für die Beteiligung des Landes an der Verfolgung und
Ermordung von Juden während der Nazi-Zeit gefordert. Andernfalls werde der WJC die Vereinbarungen Österreichs mit den USA zur Entschädigung von NS-Opfern nicht unterzeichnet. Österreich müsse sich eindeutig zu seiner moralischen Verantwortung bekennen. Diese Forderung wurde gleichzeitig an eine Art Erpressung gekoppelt. Nach Angaben von Elan Steinberg vom WJC müssen alle beteiligten Parteien die Vereinbarungen noch abschließend billigen, bevor sie umgesetzt werden können. Dies könnte bedeuten, dass die Vertreter jüdischer Interessen sich bis zu einer offiziellen Entschuldigung Österreichs gegen das Inkrafttreten der Vereinbarungen sperren. Damit hätte Österreich auch keine Rechtssicherheit vor weiteren Klagen. Als deutsche Muslime empfinden wir es als empörend und demütigend, dass sich heute lebende Menschen für etwas entschuldigen sollen, was sie mehrheitlich nie getan haben, zumal sie damals noch nicht lebten oder kleine Kinder waren. Gemäß islamischer Vorstellung kann man eine Schuld genauso wenig vererben, wie eine Auserwähltheit, sondern beides wird nur durch das eigene Handeln und durch die eigenen Absichten bewirkt. In diesem Zusammenhang empfinden wir es als größten Skandal der heutigen Zeit, dass gerade der Staat diese Gelder einfordert, in dem es als einziges verbliebenes System der Welt noch staatliche Apartheid gibt.

Protokoll-Affäre

Mitte Mai 2001 entwickelt sich in Deutschland die sogenannte Protokoll-Affäre, bei der die Inhalte der Geheimgespräche zwischen Bundeskanzler Schröder und dem US-Präsidenten Bush ans Tageslicht kamen. Die Welt vom 21.5.2001 schreibt unter der Schlagzeile "Protokoll-Affäre setzt Regierung unter Druck" folgende verräterische Zeilen: " ....... Unterdessen wurden am Wochenende weitere, brisante Auszüge aus dem Bericht bekannt, in denen es um die Haltung der USA und Deutschlands zu Russland sowie um die Politik im Nahen Osten geht. Danach sagte US-Außenminister Colin Powell über Jassir Arafat, der Palästinenserpräsident habe jeden Bezug zur Realität verloren: "The guy is lost." Schröder stellte seine Gespräche in Syrien im vergangenen Herbst als "schrecklich" dar und nannte Jordaniens König Abdullah II. den "machtlosesten Führer" der Region. Laut "Focus" und "Spiegel" informierte der Kanzler die Washingtoner Runde außerdem über geheime deutsche Militärhilfen für Israel........." . In den u.a. im Spiegel veröffentlichten Protokollen heißt es dazu, dass der Bundeskanzler behauptet hätte: "...Deutschland täte viel zur militärischen Stabilisierung dieses Landes (Israel), ohne dieses in die Öffentlichkeit zu tragen.... ". Wer nach diesen Enthüllungen einen Sturm der Entrüstung in der deutschen Presse erwartet hatte, sah sich eines besseren belehrt. Bereits nach wenigen Tagen gab es keine einzige Meldung mehr zu der geheimen Militärhilfe an ein Land, dass die grausamste Apartheidpolitik seiner Zeit betreibt. Damit werden nunmehr offensichtlich auch öffentlich bekannt deutsche Steuergelder für die Unterdrückung des palästinensischen Volkes eingesetzt. Eine derart gleichgeschaltete Presse kann man sich als Bürger des Landes kaum vorstellen, sie ist aber, wie diese Affäre verdeutlich in Bezug auf "Israel" Realität.

Symbolische Auslandsreisen deutscher Politiker

Manche muslimische Historiker sehen in den symbolträchtigen Auslandsreisen von Politikern deutliche Hinweise auf eine jeweilige Ausrichtung bezüglich Zionismus. So ist z.B. von Kanzler Schröder bekannt, dass er jeweils sein erste Auslandsreise als Kanzlerkandidat und bereits vorher seine erste Auslandsreise als Bundesratspräsident (15.4.1998) nach Israel getätigt hat. Dieser Fakt allein aber scheint zu schwach, um daraus eine besondere Beziehung zu Israel ableiten zu können. Und überhaupt scheint darin eine gewisse Tradition zu legen, denn nur einen Monat nach seiner Kanzlerkandidatur im Januar 2002 reiste auch der Herausforderer für die Bundestagswahlen, der CSU-Chef Stoiber nach Israel, um ausgerechnet Sharon die Hand zu geben. Aber das war noch nicht genug. Auch der dritte Kanzlerkandidat für die Wahlen 2002 von der FDP Westerwelle hat seine erste Auslandreise nach Israel durchgeführt und am 27.5.2002 dem Völkerrechtsverbrecher Scharon die Hand geschüttelt! Es ist wirklich erstaunlich, dass gleich alle drei Kanzlerkandidaten offensichtlich keine Auslandsreise für wichtiger erachten, als die Reise zum Zionistenstaat.

 

Senden Sie e-Mails mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: info@muslim-markt.de 
Copyright © seit 1999 Muslim-Markt