Diskriminierung wegen Kopftuch 4
Siehe auch Diskriminierung wegen Kopftuch
Teil 1, Teil 2
und Teil 3
Muslimischer Weltfrauentag in Berlin
VERBOTEN!
Soeben (12.8.2004) erhielt der Muslim-Markt die Nachricht, dass die
rein kulturelle Veranstaltung zum muslimischen Weltfrauentag (Geburtstag
der gesegneten Fatima (s.)) VERBOTEN wurde. Das Verbotsschreiben liegt
dem Muslim-Markt vor:
Absender: Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32 12049 Berlin 12.8.2004
An Imam Riza e.V. Reuter Str. 93 12053
Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider haben wir jetzt Kenntnis erhalten
müssen, dass Ihr Kultur- und Begegnungszentrum dem Islamischen Rat der
Ahl-ul-Bait Gemeinschaften in Deutschland und dem Islamischen Zentrum in
Hamburg zuzurechen ist, die nachweislich den Ideen der Islamischen
Revolution im Geist des Ayatollah Chomeini verpflichtet sind und über
den Islamischen Rat des Ahl-ul-Bait World Ensembles starke Verbindungen
zur Hisbollah unterhält. Letztere Organisation wird in der
Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindliche, politisch radikale
Organisation gewertet. Das Islamische Zentrum in Hamburg steht unter
Beobachtung des dortigen Verfassungsschutzes.
Diese Ausrichtung Ihrer Organisation haben
Sie uns gegenüber bei Ihrer Anfrage verschleiert. Eine Arbeit, die den
Leitideen und der generellen politischen Ausrichtung der oben genannten
Organisation verpflichtet ist, ist mit den Grundsätzen unseres Hauses
nicht vereinbar.
Wir kündigen aus diesem Grund unter Verweis
auf unsere Satzung, unsere Nutzungsrichtlinien und unserer Hausordnung
den mit dem IMAM RIZA e.V. mit Datum vom 14. Juli 2004 geschlossenen
Vertrag fristlos. Die Räume der Werkstatt der Kulturen können somit
nicht für Ihre Veranstaltung am 15. August 2004 genutzt werden.
Die Werkstatt der Kulturen ist, wie
allgemein als Geschäftsgrundlage jeglicher Nutzung unserer Einrichtung
bekannt und vorausgesetzt, als Ort der Begegnung und des kulturellen
Dialogs dem Gedanken der Völkerverständigung und den Prinzipien
unserer Verfassung verpflichtet.
Auf dieser Basis fördert und unterstützt
die Werksatt der Kulturen soziale, kulturelle und politische Initiativen
von Veranstaltern, die sich diesen Grundsätzen verpflichtet fühlen.
Die Einrichtung kann mit ihrem Auftrag aber keinen Ort und nicht die
damit verbundenen Dienstleistungen bieten für Organisationen, die -
unter welchem Thema auch immer - Gedankengut verbreiten, das wichtige
Prinzipien unserer Verfassung negiert. Wir können insbesondere keinen
Ort bieten für Veranstalter, die im Ruf stehen, regelmäßig
volksverhetzende, antiwestliche und antisemitische Propaganda zu
betreiben.
Eine von Ihrem Verein ausgerichtete
Veranstaltung zum Weltfrauentag setzt sich zudem hinsichtlich des
gewählten Datums - eine gegen den Weltfrauentag der UNO gerichtete
islamische Initiative - und bezogen auf den oben beschriebenen
ideologischen Zusammenhang dem Verdacht aus, hier in der Bundesrepublik
Deutschland frauenpolitische Positionen zu vertreten, die mit unserem
Grundgesetz nicht vereinbar sind.
Mit freundlichen Grüßen Andreas
Freudenberg (Geschäftsführer)
Die Absage kam ganze DREI Tage vor der Veranstaltung, so dass eine
Ausweichmöglichkeit nicht gegeben ist! Es ist festzustellen, dass die
Veranstaltung seit mehreren Jahren ohne jegliche Beanstandungen statt
findet und eine der seltenen Möglichkeiten für muslimische Frauen war,
ihre eigene Veranstaltung durchzuführen.
Hier zur Erinnerung auch das Programm, dass verboten wurde:
Vortragsveranstaltung zum Weltfrauentag aus Anlass des Geburtstages
von Hz. Fatima Zahra ( s.a)
- Referentinnen aus der Türkei, dem Iran und aus Österreich
Fr. Dr. Fourogh Ahrari ( angefragt ) ( Erziehungsministeriumsrätin,
I.R.Iran )
Fr. Mürside Uysal ( Schriftstellerin - Türkei )
Hr. Cafer Bayar ( Theologe - Österreich )
-
Gedichte von Fatima Zahra Cacha
- Musik von Yakup Kilic & Gruppe Intizar
- Kinderchor des Imam Riza (a.s) Zentrums
- Simultanübersetzung in Deutsch, Persisch, Türkisch
- Kulinarische Spezialitäten aus dem Orient
- Kleiner Basar mit Buch - und Verkaufsständen
- Für Kinder Extraprogramm mit Betreuung
Der Eintritt wäre frei gewesen, auch für den Geheimdienst!
Die Ahl-ul-Bait Gemeinschaften in Deutschland ist ein loser
Zusammenschluss einiger Vereine unter einem Dachverband (eingetragen als
Verein), der bisher lediglich eine Internetseite zutande gebracht hat:
www.irab.de
Wenn aber schon jegliche Beziehung zum Islamischen Zentrum Hamburg
dazu führt, dass man VERBOTEN wird, dann ist das ein weiteres Merkmal
dieser "freiheitlichen Demokratie". Ebenso wirkt auch das
Argument, dass es Muslimas nicht erlaubt wird, einen eigenen
Weltfrauentag einzurichten! Sie werden "freiheitlich
demokratisch" dazu verdonnert, keinen eigenen Weltfrauentag haben
zu dürfen!
Wenn diese Gesellschaft glaubt mit solchen Methoden den Islam und die
Muslime verbieten zu können, der merkt nicht, dass diese verbotene
Veranstaltung viel mehr Frauen anziehen wird, als es die erlaubte
Veranstaltung jemals vermocht hätte! Denn über diesen Skandal werden
fast alle praktizierenden Muslime und sehr viele Nichtmuslime informiert
werden!
Bezeichnend und verräterisch ist auch das "ultimative"
Argument: "Wir können insbesondere keinen Ort bieten für
Veranstalter, die im Ruf stehen, regelmäßig volksverhetzende,
antiwestliche und antisemitische Propaganda zu betreiben." Es
spielt keine Rolle mehr, ob etwas getan wird oder nicht, ob etwas
rechtsrelevant ist oder nicht, es genügt, wenn man Muslim ist und wenn
man eine "Ruf" hat.
An dem Tag, an dem die US-Amerikaner die Umgebung der Grabstätte
Imam Alis (a.) in Schutt und Asche verwandeln, werden den aufrichtigen
und friedliebenden Geschwistern in Berlin verboten, eine kulturelle
Veranstaltung zu Ehren Imam Alis (a.) Ehefrau Fatima (a.) zu
veranstalten. Welche eine Ehre für die Geschwister und welch eine
Schande für die Unterdrücker!
Wir beglückwünschen unsere Geschwister von Imam Riza e.V.! Das
Verbot beweist, wie effektiv und aufrichtig ihre friedlichen und stets
gesetzestreuen Aktivitäten sein müssen, dass diese rein kulturelle
Veranstaltung verboten werden musste! Das Verbot ist das einzige
Argument, dass die Unterdrücker des Islam noch haben, denn einer
inhaltlichen oder sachlichen Auseinandersetzung sind sie schon lange
nicht mehr gewachsen! Das Verbot - und insbesondere dessen hasserfüllte
Begründung - ist ein Beleg für den Hass gegen den Islam und die
Muslime in bestimmten Kreisen dieser Gesellschaft.
Der Muslim-Markt wird diese Angelegenheit neben dem Rundmail und dem
Forum auch in den Internetseite veröffentlichen. Wir bitten alle
aufrichtigen Geschwister die Info über diesen Skandal unter allen
Muslimen zu verbreiten, damit sie wissen, womit sie jederzeit rechnen
müssen: VERBOT DES ISLAM UND DER MUSLIME!
Aber die Wahrheit kann man NIEMALS verbieten!
Der Friede Gottes sei mit denen, die der Wahrheit folgen.
Mit herzlichen Grüßen von
Ihrem Muslim-Markt-Team