Im Namen des Erhabenen  
  Fatimah Zahra Cacha
 

Gedichte von Fatimah Zahra

Sammlung 3

Aschura

EINLEITENDE WORTE
Fatimah Zahraa

Ich möchte sprechen
über die Zeit Aschura
und den Ort Kerbela,
über Verrat,
über furchtbartes Grauen,
aber vor allem
von der Ehrbarkeit
strahlender Pracht
von dem großen Opfer,
welches den Islam
errettete vor
Vernichtung und
finsterster Nacht.
Leider blieben viele
der Edlen unberücksichtigt
in diesem Bericht,
für sie schreibe ich
ein neues Gedicht.

ASCHURA
Fatimah Zahraa

Oh Aba Abdillah,
dir verdanke ich
daß ich auch heute noch
einen reinen
Glauben leben kann.
Es ist Aschura-
Die Zeit, zu der wir
am meisten weinen
um dich und die edlen deinen.
Ein koptischer Eremit,
er konnte das Strahlen deines
edlen Hauptes sehen,
jedoch dein eingenes Volk
ließ diesen feigen Mord
-dein Märtyrium-geschehen.
Du warst die große Gnade Allahs
für diese Welt, der Edelste
unter dem weiten Himmelszelt.
Durch Göttliche Weisung
gebührte dir das Khalifat,
es stahl sich ein
übler Trunkenbold,
dumm, machtgierig,
grausam, roh und hart.
Er tat sich erdreisten
zu verlangen,
du solltest ihm den
den Treueeid leisten.
Deine Weigerung
veranlaßte dich,
nach Mekka zu gehen.
Du fasstest den Entschluss
erst einmal nicht weiter zu fliehen,
um die heiligen Riten zu vollziehen.
Von dieser,
deiner Weigerung hörten auch
die Schia in Kufa.
Sie sandten zu dir Boten
und baten dich um Führerschaft
gegen Yazid, den Verrohten.
Sie bedrängten dich,
ja Aba Abdillah,
den rechtmäßigen Imam:
"Errette den Islam.
Hunderte Briefe
der Menschen Kufas
errreichten dein Heim
und eine Vielzahl
ihrer Abgesandten
ging bei dir aus und ein.
Daraufhin schicktest du
nach Kufa deinen
Vetter Muslim Ibn Aqil,
zu ergründen, ob die Boten
die Wahrheit sprachen -
das war dein Ziel.
Als Zeichen,
dass jener in Frieden ritt,
nahm er seine Söhne
Ibrahim und Muhammad mit.
Sehr gastfreundlich nahm
man sie in Kufa auf,
und sehr bald schon schworen
dem edlen Imam mehr als
18 000 Mann ihre Treue darauf.
Dies blieb des Yazids
Spionen nicht verborgen,
daher tat jener mit
Ubaydallah Ibn Ziyad
für einen neuen
Statthalter Kufas sorgen.
Dieser Verbrecher übernahm
sein Amt mit eiserner Hand.
Die Stadt wurde geschlossen,
die Menschen mit
dem Tode bedroht,
gekauft und erpresst,
damit ein jeder seinen
gegebenen Treueeid
wieder verlässt.
Muslim Ibn Aqil wurde verraten
und von großer Übermacht ergriffen,
er hatte sich tapfer gewehrt
und verließ letztendlich
als ein großer Held diese Welt.
Von diesem Verrat wußte
der edle Imam in Mekka noch nichts,
er kannte nur den positiven Bericht.
Von überall her kamen
tausende Menschen um
die Wallfahrt zu vollziehen.
Das war dem
edlen Imam nicht möglich,
er musste vorher fliehen,
denn es wurde dem Imam bekannt,
unter den Pilgern waren Yazids Leute,
welche wollten erheben gegen ihn
ihre mordende Hand.
Auf der Reise nach Kufa
machtet ihr in der Oase Al-Thalabya halt
und von Reisenden hörtet ihr
vom Mord an Muslim Ibn Aqil
und der Kufaner Verrat schon bald.
Das anrückende feindliche Heer
verweigerte euch Kufa zu erreichen,
so musstet ihr nach Kerbala ausweichen.
Es war für euch
der letzte Zufluchtsort
auf diesem Erdenrund,
denn schon bald wird
von heldenhaften Tod
gegeben die traurige Kund.
Immer mehr wurdet ihr
von des Yazids Soldaten eingeengt,
eure Freiheit immer weiter eingeschränkt.
Und ab dem siebten Muharram
hat man euch den Weg
zum Euphrat versperrt,
hat euch das Trinken verwehrt.
Oh Aba Abdillah,
es waren doch nur 72,
die man bei dir sah,
so viele Kinder und Frauen,
sie sahen dieses furchtbare Morden
barbarischster Horden
Vor großem Durst weinende Kinder,
oh diese verfluchten
Menschenschinder!
Oh Aba Abdillah,
wie unmenschlich grausam und verroht,
sie schossen den nur 6 Monate
alten kleinen Ali Asghar
in deinen Armen tot.
Du brachtest den leblosen
kleinen Körper der Mutter zurück,
es fiel dir so unsagbar schwer.
Ein kleines Baby, bewusst getötet
von einem tausendfachen Mörderheer.
Viele, viele tausend Soldaten
hielten euch umschlossen.
Diese Verfluchten
sie haben euer edles Blut vergossen.
Voll Tapferkeit und Heldenmut
habt ihr gekämpft bis in den Tod,
euer Blut färbte
die Ebene von Kerbela rot.
Egal ob Männer, Jugendliche oder Kind,
sie mordeten sie alle
für den bestialischen Nachkommen
der verfluchten Hind.
Dann stand der edle Imam ganz allein,
alle, welche bei ihm waren,
abgeschlachtet
von einem übermächtigen Heer,
niemand mehr bei dir,
der Platz um dich herum war leer.
Mit ausgedörrter Kehle,
in Edelmut gegenüberstehend
ganz allein einem tausendfachen Heer,
ermahntest du sie ein letztes Mal
und fragtest tapfer,
ob unter ihnen
dir denn kein Helfer sei.
Als Antwort flogen tausendfach
Lanzen, Speere und Pfeile herbei.
Dein edler Körper
vielfach durchbohrt,
dass kein Platz mehr
dazwischen frei.
Ganz allein
und schon schwer verletzt
stürmtest du gegen sie an
und besiegtest Mann um Mann.
Von allen Seiten drangen sie nun
gegen dich hervor
und hoben ihre Schwerter
gegen den Liebling Muhammads empor.
Schwer getroffen fielst du auf dein Gesicht
und sie meinten,
mit deiner Ermordung
löschen sie aus dein strahlendes Licht.
Dass du für immer und ewig
strahlen wirst in vollkommener Schönheit,
das begriffen sie nicht.
Aufgespießt dein edles Haupt,
all deiner Sachen beraubt,
das was denen noch nicht genug,
in deren kranken Selbstbetrug.
Zehn waren bereit,
deinen Rumpf zu zerschmettern
mit den Hufen ihrer Pferde,
möge Allah es einrichten,
dass ihre Verbrechen
ihnen tausendfach vergolten werden.
Möge Allah einen jeden
aufs schlimmste bestrafen,
der Hand an euch gelegt
und noch viel mehr einen jeden,
der die Verfluchten hatte dazu bewegt.
Nun schwabbte
über die schutzlosen
Frauen und Kinder her,
ein verfluchtes Soldatenmeer.
Die Frauen, ihrer Würde entrissen,
führte man sie und die Kinder ab;
entblößt und in Kleidern
völlig zerschlissen.
Aschura,
du tränenreiche Zeit,
dem edlen Imam und den
anderen Helden
von Kerbela geweiht.
Trauer über Trauer
senkt sich in mein Herz.
Oh!! Welch tiefgreifender Schmerz!!!
Deine aufrechte,
edle Schwester Zainab,
ich las,
sie sagte über Kerbala,
zu dem, was geschehen:
"Ich habe nur Schönheit gesehen."

Assalamu alaika, ja Imam Hussain,
Assalamu alaika, ja Aba Abdillah
an dich und an einen jeden
der bei dir war.
Assalamu aleikum,
ihr Erretter unserer Religion,
Assalamu alaikum
ihr Bewahrer unserer
muslimischen Nation und Tradition.

Besteigt man die Arche
eurer edlen Ahl-ul-Bait,
so ist man in Sicherheit.
Die Liebe zu deinem Großvater,
dem edlen Gesandten und
zu dir und all deinen
reinen Verwandten,
das war es,
was euer Opfer wieder erweckte.
Zunichte gemacht wurde,
was die Falschheit
und Lüge bezweckte.

Immer weiter greift um sich
der Islam auf dem Erdenrund
immer mehr schließen mit euch
den Treuebund.
Sollte es geschehen,
ich kann das Kommen
deines Enkels, Imam Mahdi sehn,
so schwöre ich,
ich werde alles tun,
um ihm zur Seite zu stehn.
Und vor dir als meinen Zeugen
leiste ich ihm meinen Treueeid
für jetzt, für immer, für alle Zeit.
Der Samen der Liebe
in uns ist aufgegangen
und wächst und gedeiht
Ihr lebt in uns weiter,
unser geliebtes Ahl-ul-Bait!

2004

BESTER HALT

Wieder fahren alle
in den Urlaub, und
wieder bleibe ich hier,
aber das macht nichts,
mein Herr,
denn es kommt ja von Dir.
Schmerzende Gelenke,
auch das sind
Gottesgeschenke.
Es macht nichts,
mein Herr,
dadurch Negatives beglichen,
Sünden gestrichen.
Geduldiges Ertragen
füllt die Waagen.
Geliebter Marmortisch
entzwei,
ach, macht nichts,
mein Herr,
Traurigkeit ist schnell vorbei,
auf dass es die Demut mehr'.
Wohlschmeckenstes Essen,
nun: Fußbodenbrei
und auch noch
der Teller entzwei.
Macht nichts,
mein Herr,
eine Prüfung,
dafür liebe ich Dich
nur noch mehr.
Das Brot geschimmelt,
Die Suppe in der Microwelle
explodiert,
so dass sie jetzt
deren Innenwände
und Decke verziert.
Macht nichts,
mein Herr,
es geht vorbei an mir,
eines tut mir jedoch weh:
es ist ein Geschenk von Dir.
Die Butter samt Dose
landet verkehrt herum
auf meinem Schoß,
du meine Güte!
Was ist denn heute bloß los?
Nun ja,
mein Herr,
war die Butter auch
eigentlich bestimmt
für den Verzehr
so trage ich
daran nicht schwer.
denn ich weiß,
bin ich geduldig,
so ist es Dir gegenüber
ein Demuts-Beweis.
Und so geht es immer
weiter im Text,
jegliches Handeln
sich in kleinen
Katastrophen auswächst.
das macht alles nichts,
mein Herr,
es ist meine grenzenlose
Liebe zu Dir,
die mir hilft
bei allem im Heute und Hier.
Wenn ich strauchel,
so ist es die große
Liebe zu Dir,
die mich hält und wieder
auf die Beine stellt.
Es ist das Weltliche,
was bedrängt und in
Zwängen umklammert hält.
Gesprengt werden diese
Fesseln dann,
wenn man sich ganz
auf seinen Schöpfer
konzentrieren kann.
Erst dann ist die Freiheit
uneingeschränkt
Alles, was uns umgibt
ist nur Vergängliches
von dieser Welt,
was vom wahrhaftig
Wichtigem abhält.
Du sendest Frieden
in die Herzen und
linderst Schmerzen,
Du Inhaber aller Macht,
Du hast mir so viel
gebracht und das Wissen
um Dich hat mich
so unendlich glücklich
und reich gemacht.
Dass ich versuche,
Dich zu lobpreisen,
ist für mich:
die Seele speisen.
Niemals hätte ich gedacht,
dass die Liebe zu Dir
einen völlig neuen
Menschen aus mir macht.
Eine völlig neue Sicht,
das Hier, es zählt
ganz einfach nicht.
Wirklich furchtbar wär',
hätt' ich nicht Dich,
denn Du bist alles für mich,
mein Zuhause,
meine Geborgenheit,
Sicherheit, mein Helfer
in der Not.
Du wegweisendes,
wärmendes Licht, Du,
Der so liebevoll
zu mir spricht.
Ich brauche nur Dich
ganz allein,
um wahrhaftig frei
und glücklich zu sein.



2004

 

DANKE

Noch einmal melde ich mich
kurz bei Euch zurück,
um Euch zu erzählen von meinem Glück

Ich habe sehr gern verweilt in Eurer Mitte,
doch nun lasst mich gehen bitte.
Unten dran hänge ich drei Gedichte,
welche erzählen meine Geschichte.
Ich wünsche Euch allen den
Göttlichen Segen auf all Euren Wegen und
dass der Herr Euch möge umhüllen
meit Seiner Gnadenvollen Barmherzigkeit
an jedem Ort, zu jeder Zeit.
Ich wünsche jedem, daß er finden mag
in der Liebe seines Schöpfers ein Zuhaus
und niemals wieder muss hinaus.

Vielen Dank für die Freundschaft,
die Ihr mich entgegenbrachtet
und zum Geschenk mir machtet.
Immer wieder mal seh ich
bei Euch ins Forum rein,
manchmal würd ich
noch gern bei Euch sein,
doch ich weiß, ich hätte keine Ruh,
würde wieder machen
hinter mir die Türe zu.

2004

 

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