Im Namen des Erhabenen  
  Fatimah Zahra Cacha
 

Gedichte von Fatimah Zahra

Sammlung 7

Der Tanz und die Jagd

Der von seinem Herrn Verfluchte,
der Schaitan, der Verruchte,
er spielt auf zum Tanz der
Eitelkeiten und maßlosen
Menschenverachtung und Arroganz.
Diesen Tanz führt er eigens an
und erfreut sich daran,
wie sie stehen aufgereiht
und zu jeglicher niederer
Gemeinheit und Schandtat sind bereit.
Er ist beglückt über die
Grausamkeiten, Vergewaltigungen,
und über das Morden
dieser unmenschlichen
barbarischen Horden.
Die verzweifelten Schreie
der Gequälten sind die Musik und
ihr Tanzsaal ist der Schauplatz Krieg.
In ihren Herzen brodelt eine
unselige Glut, und
tief, so tief, waten sie
in der Unschuldigen Blut.
Und nun brechen sie auf
zum gemeinsamen Jagen,
ihr lautes Hallalli
ist die Melodieder Lüge
und Blasfemie.
Ihr Ziel sind die
muslimischen Massen,
welche sie abgrundtief hassen.
Durch aufrichtige Muslime haben
sie einen Spiegel vorm Gesicht
und was sie da sehen,
gefällt ihnen nicht.
Jede Seele, die käuflich ist,
versuchen sie zu erhaschen,
das kann uns doch längst
nichtmehr überraschen.
Allzu viele stehen für's
Blutgeld bereit,
Sie folgen dem Hallalli des
Yazids unserer Zeit.
Wie krank müssen
Herz und Seele sein,
läßt man sich auf derart
Jagdgetümmel ein.
Einige folgen dabei dem
furchtbarem Aufruf zum
Brudermord,
sie gliedern sich in die
Jagdreihen der feigen
Schlächter ein.
Welch "großartige Tat",
Mörder an Wehrlosen zu sein!
Auch wenn der Schaitan
auch jetzt noch den
gesamten menschlischen Müll
weltweit zusammenkehrt,
so wird er es samt seiner
Gefolgschaft sein,
der letztendlich in die
Hölle fährt!


2004

 

DER TRAUM oder WIE ICH MUSLIMA WURDE

Vor elf Jahren zog ich
im Osten aus und
in ein Neuköllner Haus.
Hier begegnete mir zum
allerersten Mal
ganz direkt eine Kultur,
welche ich vorher kannte
aus dem Fernseh'n nur.
Süße kleine Mädchen mit
großen Kulleraugen
sahen mich an, sie waren
immer in Begleitung,
mal von einer Frau, mal
von einem Mann.

Ich wusste nicht,
wie gehe ich
auf diese Menschen zu.
Sie sprachen mich an
und luden mich
zum Essen ein,
und schon war der Kontakt
da im nu.
Es waren derzeit mehrere
türkische Familien in
unserem Haus und sie
waren irgendwie alle
miteinander befreundet
und auch verwandt.

Plötzlich bemerkte ich
in mir etwas,
was mich mit ihnen
verband.
Sie hatten es wohl auch
bereits bemerkt und
haben mich durch
ihr Verhalten in meiner
Entscheidung bestärkt.
Oft fragten sie mich:
"Na, Lisa, geh´n wir in
die Moschee? "
Meine Antwort war dann
immer ein langgezogenes
"Nee".

Doch eines Tages
da sagte ich " Ja ".
Sie fragten noch etwa
dreimal nach und
fragten dann: " Lisa,
ist dir die Bedeutung
klar? " Meine lapidare
Antwort war ein genervtes
" Ja, ja."
Sie gingen mit mir zu
einer Moschee auwei,
die war zu, was machen
wir nu ???

Über der Moschee
wohnte eine Freundin
meiner Nachbarin,
also gingen wir dort dann hin.
Allmählich wurde mir
ziemlich bang und
ich fragte mich: Oh man,
was tu ich hier ? ",
und es schellte
schon wieder an der Tür.
Oh nein nicht noch mehr,
es sitzen doch schon so
viele auf dem Boden
jetzt hier.

Am liebsten wäre ich
davon gerannt, jede
Frau die reinkam
wandte sich an mich.
Küsschen hier, Küsschen da,
murmeln, streicheln,
Tränen überlaufendes Gesicht.
Was das alles sollte,
ich ahnte es noch nicht.
Dann kamen drei Männer ,
nahmen Platz und der
eine von ihnen tat mich
fragen.

" Was findest du gut, was
gefällt dir am Islam,
kannst du es mir sagen ? "
Nun, ich weiß heute
nicht mehr, was ich damals
sprach, jedoch er schien
zufrieden zu sein.
Er forderte mich auf,
nachzusprechen, was er
mir sagt.
Was soll das Ganze
hab ich mich da gefragt!

Als ich so sprach,
da weinten die Frauen
so richtig los.
' Hilfe, auweia, was mach
ich denn bloß.'
Kaum hatt ich fertig gesprochen,
da sprangen sie auf
und schon ging die
Küsserei von neuem los.
' Oh man, worauf hast
du dich denn hier bloß
eingelassen ? '
Ich tats noch immer
nicht erfassen.

Als wir dann endlich gingen,
oh man, war ich da froh.
Auf dem Weg nach Hause
wurde mir
plötzlich siedent heiß,
jetzt wurde es mir klar!
Ooooh !
Es breitete sich in mir aus
ein Gefühl von Glück;
und da waren wir auch
schon zu Hause zurück.

Lassen wir mal jetzt
den restlichen Tag
außer acht
und wenden uns
nun zu der Nacht.
Auf meinem Bettrand
saß ich im dünnen
Fädchen
und fühlte mich irgendwie,
wie ein kleines Mädchen.

Mit halblauter Stimme,
Beine schlenkernd
sprach ich
und bot meine
Ergebenheit und Treue
dem Schöpfer an
und verschwand ganz
glücklich in meine Kissen
als dann.

Und dann begann
der Traum, weshalb
ich erzählte euch
die Geschicht '
und ich hoff doch sehr,
es stört euch nicht,
daß ich´s tu
in einem Gedicht.
Also dann,
fang ich zu erzählen an:

Ganz plötzlich fand
ich mich wieder
in einem riesigen Raum,
mit einem Licht...
nun, erklären kann
man das nicht.
Viele Männer in langen
Gewändern waren da,
ich wußte genau,
daß ein jeder mich sah.

Jedoch, sie nahmen
überhaupt keine
Notiz von mir,
und ich fragte mich
' Was soll ich denn hier ?'.
Die Stimmung war
sehr heilig und gediegen.
Beten sah ich die Männer
auf viele verschiedene Arten,
andere gingen, sich
leis unterhaltend in
Grüppchen einher,
und ich wußt' nicht
worauf soll ich hier warten.

Es gingen und standen
Männer, aus Büchern
halblaut rezitierend,
aber für mich war die
ganze Situation
hochgradig irritierend.
In meinem Herzen
machte sich
große Panik breit,
doch dann war es soweit.

Ganz plötzlich stand
eine Gestalt vor mir.
Sie sagte: "Wähle
deine Religion."
Weil ich so irritiert war,
war meine Antwort
nicht fein.
Auf einmal setzte hinter
mir ein großes
Geschimpfe ein.

Als ich mich umsah,
was mußte ich seh´n,
all die Männer
von vorhin
taten im Halbkreis
um mich stehn.
Sie schimpften:
"Er ist extra
ihretwegen gekommen."
und:" das ist infam."
Vor lauter Schreck
rief ich ganz schnell:
"Islam."

Da sagten die Männer
hinter mir:
" Das schafft die nie!"
und: "Nein, das schafft
sie nicht."
Vor Panik ging ich
fast in die Knie.
Doh da teilten sich
die Männer hinter
mir in zwei Gruppen.
Durch diesen Freiraum
in der Mitte sah
ich einen Mann
mit seinem Gefolge
gehen.

Und sie blieben direkt
hinter mir stehen.
Er sagte ganz ruhig:"
"Und doch
wird sie es schaffen."
Jene welche
mit ihm gekommen,
stimmten ihm zu,
und auf einmal
sagten alle diesen
Satz im nu.

Wer mir sagte:" Wähle
deine Religion." , wer sagte,
das schafft sie schon,
wer all diese Männer
waren, ich weiß es nicht,
weiß auch nicht,
was oder wo
war diese risiege
Halle aus Licht.
Seither überlege ich,
was wohl gemeint war
mit dem
, sie wird es schaffen'.

Nun frag ich mich,
was hat mein Schöpfer
mir bestimmt,
was mit dem Schreiben
von Gedichten
seinen Anfang nimmt.
Wenn ich etwas,
was ich vorher nicht
konnte,
jetzt auf einmal kann,
was erwartet mein Herr
von mir dann?

Erreichen soll ich die
Menschen,
das ist mir schon klar.
Meine Angst zu versagen,
die ist riesengroß und
was meinte man mit
, sie schafft es ' bloß?
Das Gedichteschreiben,
dass allein, kann es
wohl nicht sein.
Nun, was es auch sei,
mit Gottvertrauen
kann man sich selbst
aufbauen.

Ist die rechte Zeit
gekommen,
wird die Erfüllung der
Aufgaben
dann in Angriff
genommen.
Ganz einerlei was
immer es auch sei,
Mein Herr wird es mir
sagen irgendwann
und mit der Liebe
zu meinem Schöpfer
im Herzen
werde ich es
auch SCHAFFEN dann.



2004

 

DIE EHE

Heute möchte ich
sprechen über den
heiligen Ehestand,
also das, womit
der Schöpfer
zwei Menschen
verband.

Die Ehe gehört zu
den wunderbarsten
Dingen der Pracht,
welcher unser Herr
für uns hat gemacht.
Sie ist ein Haus
im Garten von
Obst- und Blütenmeer.

Hin und wieder ziehen
auch schon mal dicke
Gewitterwolken auf,
und es folgt ein
reinigender Regen und
weicht den
verhärteten Boden auf.

Plätschernde Wasser
dringen hinein,
sie werden die Basis
für noch üppigeren
Wachstum sein.
Ein Gewitter hat
reinigende Kraft,
wenn man es auch
wieder loszulassen
schafft.

Erfolgt jedoch
Gewittergrollen auf
Gewittergrollen,
fragt man sich,
wie da noch gesunde
Pflänzchen wachsen sollen.
Wenn jeder der Beiden
sich will auf seine
eigene Meinung versteifen,
wie sollen da gesunde
Früchte reifen?

Ist der Ehehimmel also
immer wolkenverhangen
und schwer,
da ein jeder beharrt
auf seine Meinung allzusehr,
so wird nach und nach
eine Trostlosigkeit
entstehen,
in welcher eisige
Winde wehen.

Es ist unmöglich,
daß man immer einer
Meinung sein kann.
Es kommt darauf an,
daß man sich angleicht dann.
Niemals sollte man
die Würde des Anderen
verletzen und sich somit
vor seinem Herrn
mit großer Sünde benetzen.

Geht jeder mit Bedacht und
in Ruh auf den anderen zu,
legen beide Partner sich
in respektvollen
Gesprächen gegenseitig
die Sicht der Dinge dar,
so findet man den Weg zur
Gemeinsamkeit, der aus der
Gewitterumklammerung
befreit.

Die Sonne steigt dann
wieder empor,
viel schöner und
strahlender noch,
als jemals zuvor.
Pflegt man seinen Garten
dann Hand in Hand,
So ist keine Mühe dafür
umsonst aufgewandt.

Je mehr man auf einander
zugeht, umso wohltuender
ist der Wind, der über
diesen Garten weht.
Die Eiseskälte hat man
daraus verbannt,
wohltuende Wärme
hat nun Bestand.

Je besser man
diesen Garten pflegt,
umso stabiler und fester
ist das Haus,
welches in diesem
schönen Garten steht.
Die wundervollen Düfte,
welche die Partner
nun umgeben,
werden beide zu noch
viel, viel mehr
Zweisamkeit erheben.

Tut man alles,
daß die Herzen finden
in einander Ruh, so gibt
der Schöpfer allen Seins
ganz sicherlich
ein Vielfaches davon
noch dazu.
Nun sind es zwei Teile
eines Ganzen
und man wird Halt
an einander finden und
hat einen rettenden Anker
im brodelden Meer
aller weltlichen Ärgernisse
und Instanzen.

Woben die Gärtner in
ihr Handeln Gottergebenheit,
Demut und gutes Handeln
mit ein, so werden
die fleißigen Gärtner
ganz sicher dereinst
in schönsten Gärten
zu finden sein.

2004

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