Im Namen des Erhabenen  
  Fatimah Zahra Cacha
 

Gedichte von Fatimah Zahra

Sammlung 14

GEDANKEN

Keine Luftschlösser bau:
auf Allah vertrau.
Nach Gerechtigkeit sich strecken,
die Fehler der anderen bedecken.
Kein falsches Zeugnis ablegen,
in Wahrheit sich bewegen.
Barmherzig sein,
bringt Zufriedenheit des Herrn ein.
Bogen der Freundschaft spannen,
Gehässigkeit verbannen.
Der Kampf mit sich allein
bringt Fortschritt ein.
Arroganz und Hochmut vertreiben,
bescheiden bleiben.
Anderen gönnen ihr Glück,
vorankommen ein Stück.
Sich im Halal bewegen
bringt reichlich Segen.
Völlige Ergebenheit
von Schlechtem die Seele befreit.
Islamische Bildung,
Fehler-Tilgung.
Nicht hören auf Gehetze,
strikte Befolgung islamischer Gesetze.
Nur Aufrichtigkeit begehren,
somit Höllenfeuer abwehren.
Immer geduldig,
weniger schuldig.
Andere bedenken,
somit sich selbst beschenken.
Wissenshunger stillen,
um des Vorankommens willen.
Immer sein für das Gute offen,
auf Al-Jannet hoffen.
Beständig begehren des Herrn Nähe,
vollkommenes Glück man sehe.

Für meinen Schöpfer voll der Liebe
läßt wachsen in mir die schönsten,
duftigsten Blütentriebe,
wachsen in jedem Augenblick,spüren,
wieviel Liebe kommt zu mir zurück.
Nimm Allah zum Zufluchtsort,
Schutz und wärmende Geborgenheit
findet sich augenblicklich dort.
Das wahre Zuhause ist der Islam,
genommen wird man
liebevoll beschützend in den Arm.
Möge immer dieses Glück in einem sitzen,
ausfüllend von den Haarwurzeln
bis in die Zehenspitzen.

2004

 

Gedanken einer Rollstuhl-Fahrerin

Du sitzt in deinem Stuhle
und rollst von Ort zu Ort,
deine Beine sind zu schwach,
sie können dich nicht tragen fort,
sie wollen nicht gehen,
nicht einmal mehr stehen.
So gern wärst du wie die Feuerwehr
die kommt mal ganz auf die Schnelle
zu der Freundins Notstands-Stelle.
Jedoch dei Körper ist so elend schwach,
das ist dir oft ein großes Ungemach.

Dann bist von Traurigkeit du wie gelähmt,
weil deine große Hilflosigkeit dich grämt.
Das ist wie ein Sturmgebraus im Meer,
welches schleudert dein kleines Boot hin und her.
Immer und überall stößt du an deine Grenzen,
der Schaitan, der Verruchte, will dir dann Wut
auf alles und jeden kredenzen.
Aber dann denkst du an deine Lehrers viele Wort,
diese ziehen dir dann, Alhamdulillah,
der Traurigkeit dicke Nebelschwaden fort.
Auf einmal spürst du eine Flut,
welche zum Erlöschen bringt die in dir steckende Wut.

Da erbarmte sich dein Herr und ließ dir fließen
auf's Papier, all das was dich bewegt, so wie hier.
Den Stift zum Untertan machte dir dein Herr,
nun ist der Kummer nicht mehr gar so schwer.
Du würdest so gern tanzend drehen dich im Kreis,
nun, dann tanzt jetzt eben der Stift und ist somit Beweis,
wie wundersam sich die Dinge wenden
auf des Herrn Geheiß.
Der Stift, er bringt zum Ausdruck die Gefühle
die sich in dir regen. Das ist ein wundervoller Segen,
du kannst lobpreisen deinen Herrn,
so, wie du es wolltest schon immer gern.
Kannst künden von des Herrn großer Huld,
die Er barmherzig dir schenkt,
bist du auch schwach und voller Schuld.

Und das erkennst du und sagst dann zu dir,
nun gut, du sitzt im Rollstuhle hier,
Geduld und Dankbarkeit ist es,
was dein Herr erwartet von dir.
Des Nachts kannst du
dich betten in Frieden zur Ruh
und kannst machen hinter dir eine Türe zu.
Dein Herr gab dir ein schönes Zuhaus
und schmückt es dir nach und nach immer
schöner aus.
Tagtäglich spürst du,
du wirst geliebt von deinem Herrn,
nun, dafür erträgt
man doch jegliche Drangsal gern.

Wie oft waren der Verzweiflung
dunkle Wolken so dick und schwer.
Vertrau auf deinen Herrn,
dann wirst du bmerken,
sie verschwinden sher bald mehr und mehr,
diese Wolken, so dunkel und schwer.
Worüber solltest du klagen?
Darüber, daß du überreich hast zu essen?
D u solltest dabei niemals all jene vergessen,
bei denen so furchtbar groß ist die Not,
daß sie nicht einmal für ihre Kinder
haben ein Stück Brot,
oder welche wohnen in einem Land,
wo durch Kriege ist die Erde verbrannt.

Wenn du siehst, was alles geschieht
an Furchtbarem weltweit,
so schämst du dich und siehst dich
und dein Verhalten in Undankbarkeit.
Setzt du alles zusammen,
dann erkennst du, du bist unermeßlich reich,
denn in deinem Herzen, Alhamdulillah,
trägst du deine große Liebe zu Allah!
Es ist der wahre Reichtum,
nicht Besitztümer und Geld und
all die anderen Dinge dieser vergänglichen Welt,
nein, sie sind nur billigster Tand,
hast du den wahren Reichtum
in dir selbst erkannt!

Laß niemals los von deinem Herrn,
halte dich von jeglichen Übeln fern,
folge der Sunna des edlen Gesandten
und seinen edlen Verwandten,
den Ahl-ul-Bait genannten,
Nimm aber vor allem als Wegweiser
den heil'gen Qur'an,
beachte dessen Gesetze in deinem Tagesplan.
Bist du bei etwas nicht sicher,
so frage deinen Herrn,
und sei dir sicher, Er antwortet dir gern.

Bemühe dich, Gutes voraus zu schicken,
besonders auch in Augenblicken,
wo es dir geht sehr gut,
dann sei besonders auf der Hut.
Sei zu allen barmherzig, hilfsbereit und gut,
hab aber auch den Mut,
den Feinden und Verrätern des Islam
zu zeigen deine ganze Wut.
Schau nicht nur nach hinten,
schau immer nach vorn,
arbeite an dir, bemühe dich ganz enorm
und befolge des Anstandes Form,

Verkaufe niemals die Liebe zu deinem Herrn
alle Reichtümer dieser Welt zusammen
sind dafür ein noch zu geringer Preis,
denk immer daran, Al-Djahannams
Flammen sind glühend heiß!
Dem wunderschönen wegweisendem Licht
deines Herrn,
tu es bereitwillig und tu es gern,
und halte somit die Höllenfeuer von dir fern.
Sieht dein Herr dich der Verlockungen erwehren,
so wird Er dir deinen Lohn reichlich mehren.
Findet Er dich voll Demut, Dankbarkeit
und zum Gehorsam bereit,
bringt es dir letztendlich die Gärten der Seligkeit.

Mai 2004

 

GEDANKENGÄNGE

Weißer Schnee,
der Himmel fällt,
Flocke sich zu Flocke gesellt.
Eine strahlend weiße Pracht,
solange die Umwelt
daraus nicht grauen
schmierigen Matsch gemacht.
Freudiges Kinderstrahlen,
kleine Händchen,
die Schneemänner malen.
Draußen fliegen Schlachten
weiße Bälle umher.
Mich in meiner warmen
Stube hier drinnen hingegen
fröstelt es mehr und mehr.
Ich sehne mich nach
dem Ägyptenland, nach
puren goldnen Sonnenschein,
bei wohltuender Hitze
als winziger Mensch in schier
endlos erscheinenden
Wüstenmeeren zu sein.
Alles zieht mich von hier fort,
an diesen wunderbaren Ort.
Ach, könnt ich doch noch einmal
in den arabischen Wüsten stehn
und diese große Wärme genießen,
jedoch meine Augen blicken
auf eisige Pracht, die der Herr
den Menschen hat gemacht.
Nun, die Christenheit wird
glücklich sein, läutet es ihnen
doch vielleicht
weiße Weihnacht ein.
Ich hoffe nur, dass sie
bald vorübergeht. diese
triste Zeit und sich die Natur aus
eisiger Umklammerung befreit.
Solange träume ich von
sattem Grün und bunter Natur
und denke nach über den
tieferen Sinn, warum ich gerade
jetzt hier sitze an diesem Ort.
wo ich mir doch so sehr wünsche,
ich sei ganz weit fort.
Nun, mein Herr hat mich hier
in diese Welt gebracht und mir das
Schreiben zur Aufgabe gemacht.
Ich nehme diese Zeit als
eine große Prüfung meines Herrn.
Bei diesem Gedanken verweile ich
dann doch in dieser Kälte ganz gern.
Ich sitz ja in der warmen
Stube drinnen und trinkt meinen
heißen Tee, und noch immer
tanzen die Flocken und die
Dunkelheit hat sich herab gesenkt.
Ich zieh jetzt halt die Gardinen zu
und habe somit vor
dem Frösteln Ruh, dann mach ich
an das Licht und tippe ein
dies Gedicht.


2004

 

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