Wer zweimal lügt ... und die zwei Söhne des Saddam
23.7.2003
Im Namen des Erhabenen
Sehr geehrte Geschwister im Islam, as-salamu-alaikum.
Wer kennt nicht die lehrreiche Kindergeschichte des notorischen
Lügners, dem im entscheidenden Moment nicht mehr geglaubt wird. Mit
dieser Geschichte, die in Abwandlungen in fast allen Kulturen der Welt
existiert, versucht man überall seinen Kindern die Unglaubwürdigkeit
eines notorischen Lügners zu vermitteln. Der neue deutsche
gleichgeschaltete Einheitsjournalismus hat die Geschichte inzwischen
völlig auf den Kopf gedreht und pervertiert. Ihre Version lautet:
"Wenn man sich oft genug dem Lügner unkritisch angeschlossen und
seine Lüge verbreitet hat, dann muss man es auch in aller Zukunft tun,
selbst wenn ernsthafte Zweifel mehr als offensichtlich sind".
Zweifel bei US-Nachrichten aber können und dürfen diese Art von
Journalisten offenbar nicht (mehr) haben. Ausnahmen bestehen nur in
Medien außerhalb der "Großen" (Einen freace.de-Bericht
dazu haben wir erst heute versendet).
Der angebliche Tod der beiden Saddam-Söhne wurde in den Medien wie
folgt beschrieben. Wir bringen hier einen typischen Auszug, der in sehr
vielen Medien der gleichgeschalteten Einheitspresse zu finden war:
[Zitat] Udai und Kusai kamen nach US-Angaben am Dienstag in Mossul
bei einem Gefecht mit amerikanischen Soldaten ums Leben.
Lob für Militäraktion
US-Präsident George W. Bush und Aussenminister Colin Powell
lobten die Militäraktion. "Über viele Jahren waren diese beiden
für zahllose Verbrechen gegen das irakische Volk verantwortlich. Sie
können nicht länger einen Schatten des Hasses auf Irak werfen",
hiess es in einer Erklärung des Weissen Hauses zu den Söhnen Saddam
Husseins.
Udai und Kusai waren Nummer zwei und drei auf einer Liste der
meistgesuchten Iraker. Andere Angehörige des "mörderischen
Regimes" würden weiter verfolgt, erklärte Powell.
Blair erfreut
Der britische Premierminister Tony Blair sprach von einem "grossen
Tag für das neue Irak". Udai und Kusai Hussein hätten an der
Spitze eines Regimes gestanden, das nicht nur wegen seines
Waffenprogramms eine Gefahr gewesen sei, "sondern, wie wir an den
Massengräbern sehen können, auch verantwortlich war für die Folterung
und den Tod Tausender und Abertausender unschuldiger Iraker", sagte
Blair heute Mittwoch während seines Besuchs in Hongkong.
Nach dem Tod der Saddam-Hussein-Söhne werde sich die Situation in
Irak eher stabilisieren, erklärte der australische Ministerpräsident
John Howard. "Ich möchte das nicht überbewerten, aber
psychologisch ist das ein grosser Schritt vorwärts", sagte Howard.
Auch der neuseeländische Aussenminister Phil Goff äusserte seine
Hoffnung auf mehr Sicherheit in Irak, die eine baldige Selbstverwaltung
des Landes fördere.
Sechsstündiges Gefecht
Udai und Kusai kamen am Dienstag bei einem heftigen,
sechsstündigen Gefecht um eine Villa in der nordirakischen Stadt Mossul
ums Leben, wie der Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen in Irak,
Generalleutnant Ricardo Sanchez, mitteilte.
Zwei weitere Iraker wurden ebenfalls getötet, vier Soldaten
verwundet. Die US-Soldaten gingen Sanchez zufolge nach dem Hinweis eines
irakischen Informanten gegen die Villa vor, die einem Cousin von Saddam
Hussein gehörte.
Neuer Schwung
Jetzt hoffen die britisch-amerikanischen Besatzer auch den Vater,
Saddam Hussein, zu finden. Die Suche nach Hussein erhielt mit dem Tod
seiner beiden Söhne nach US-Einschätzung neuen Schwung.
"Es wird nicht lange dauern, bis wir auch den Vater
kriegen", sagte der US- Zivilverwalter für den Irak, Paul Bremer.
usw. usw. usw. usw........ [Zitat Ende]
Zunächst einmal fällt - wie so oft - das Timing dieser Nachricht
auf. Genau in dem Zeitpunkt, in dem Blair und Bush in so manche
Schwierigkeiten geraten, gelingt dieser Schachzug! Kein unabhängiger
Journalist hat die Toten zu Gesicht bekommen, keine unabhängige Quelle
hat den Tod bestätigt, aber der gleichgeschaltete Einheitsjournalismus
verbreitet die Meldung fast ohne jeden Zweifel und völlig kritiklos!
Dabei ist doch die ganze Geschichte auch ohne Detailkenntnis mehr als
angebracht für Zweifel!
 | Geschlagene sechs Stunden sollen eine Handvoll Iraker eine Villa
gegen rund 200 US-Soldaten, Panzer, Hubschrauber, Raketen usw. usw.
mit Handfeuerwaffen "verteidigt" haben. Das hätten selbst
James Bond der Terminator und Rambo zusammen auch bei Überlänge
des Films nicht geschafft! Am Ende von sechs Stunden Dauerbeschuss
gibt es zwei verkohlte Leichen, die Saddams Söhne sein sollen, und
zwei weitere Iraker, die ebenfalls getötet wurden. Von einer
bedeutenden Zahl von Gefangenen ist in keinem Bericht die Rede. Also
müsste man daraus schließen, dass vier Iraker mehrere
Hundertschaften der US-Armee sechs Stunden lang Widerstand leisten
konnten - alle Achtung! Damit keine Missverständnisse aufkommen,
die Achtung galt nicht den Verteidigern, sondern den Journalisten,
die ihren Verstand völlig ausschalten müssen, um solch eine
Nachricht zu verbreiten! |
 | Die Villa sah nach den Fernsehberichten wirklich so aus, als wenn
zwei Hundertschaften der US-Armee daran Schießübungen mit aller
möglicher Munition ausgeführt haben. Entsprechend logisch ist dann
auch, dass die verkohlten Leichen nicht erkennbar sind. Doch die
US-Armee hat sie dennoch erkannt, mit oder ohne irakische Hilfe
blieb unklar. Wie sie das gemacht hat, bleibt ihr Geheimnis, und
warum niemand anderes die Leichen sehen durfte, nicht einmal die
eigenen Journalisten, ist ebenfalls überraschend. Und noch
überraschender ist, dass der gleichgeschaltete Einheitsjournalismus
darüber nicht stolpert. |
 | Die vier irakischen Kämpfer müssen wirklich unglaublich
heldenhafte Soldaten gewesen sein, wenn sie solch einen Widerstand
leisten konnten. Warum deren Tod eine "Schwächung" des
irakischen Widerstandes bedeuten soll, bleibt absolut unklar. Denn
wenn selbst vier gemütliche Villen-Bonzen die US-Armee derart
beschäftigen können, dann kann das jedes Kind auf irakischen
Straßen. Dabei ist noch ein Faktor gar nicht berücksichtigt.
Während Rambo, der Terminator und James Bond allesamt über
unglaubliche gymnastische Fähigkeiten verfügen, saß einer der
vier Iraker im Rollstuhl. Das wissen zwar nicht alle Amerikaner,
aber alle Iraker wissen es! Denn schließlich haben sich viele über
das - wenn auch teilweise misslungene - Attentat gegen Udai gefreut.
Also hätte man ja nur den verkohlten Rollstuhl vorführen müssen,
- er ist immerhin aus Stahl und kann kaum pulversiert werden - und
die Glaubhaftigkeit wäre zumindest etwas gesteigert. Aber entweder
hatte die US-Requisite gerade keinen Rollstuhl parat, oder aber die
Regie hat sich dagegen entschieden, denn es macht sich nicht gut,
sechs Stunden gegen einen Rollstuhlfahrer zu kämpfen. |
 | Die mehr als auffällige Villa soll in Mossul liegen, welches
schon vor der US-Invasion nur begrenzt in Saddams Händen war. Die
große luxuriöse und auffällige Villa soll einem Cousin Saddams
gehören. Erstaunlich, dass dieser im Kurdengebiet so problemlos
weiter in seiner luxuriösen Villa unbehelligt vor sich hin leben
konnte, inmitten von Kurden, und erst, als die US-Nachrichtenlage es
erforderlich machte, ein Kopfgeldjäger sich das Geld einheimsen
wollte (immerhin 15 Mio US$) und nicht vorher! Erstaunlich, dass
solch ein reicher Saddamcousin sich nicht vorher im Ausland in
Sicherheit gebracht hat und es vorzog unter den Kurden zu leben. Und
noch erstaunlichre ist, dass der gleichgeschaltete
Einheitsjournalismus nicht fürchtet, dass selbst seine eigenen
Leser ihnen nicht mehr glauben könnten! |
 | Lebendige Söhne Saddams, die man gefangen genommen und in die USA
gebracht hätte, wären erheblich geeigneterer für die
US-Propaganda, als Tote. Die Medien hätten wochenlang zu berichten
und Bushs nächster Wahlsieg wäre so gut wie sicher. Aber das setzt
voraus, dass man die echten Söhne fängt. Beim Verlauf des Kampfes
(Raketen von einem Hubschrauber) muss aber davon ausgegangen werden,
dass gar nicht der Wunsch bestand, die Leute lebendig zu fangen. |
 | Die "Identifizierung" erfolgte ausschließlich nach dem
"Aussehen" von verkohlten Leichen. Zu Lebzeiten dieser
Leute (nicht in Hollywood sondern vorher im Irak) hat man uns
tagtäglich eingebläut, dass jeder von Ihnen ganze Heerscharen von
Doppelgängern hätte. Die aber waren es diese Mal sicherlich
nicht?! |
Tote angebliche Saddam-Söhne kann man nur dann
"vorführen", wenn sicher gestellt ist, dass die Lebendigen
nicht in absehbarer Zeit doch "auftauchen". Wer hier an eine
weitere Kooperation zwischen Saddam und dem CIA glaubt, muss ein
Verschwörungstheoretiker sein.
Nach den beiden Söhnen bleibt nur noch Saddam selbst. Der
"muss" noch leben, damit es ein "US-genehme"
Erklärung für den anhaltenden und sogar wachsenden Widerstand im Irak
gibt. Dafür werden dann in regelmäßigen Abständen Tonbänder
geliefert. Denn wenn auch Saddam "sterben" würde, dann
wüsste selbst der Dümmste im Lande, dass der Widerstand gar nichts mit
Saddam zu tun hat! Erstaunlich bei all diesen "Tonbändern"
von USAma bis Saddam ist immer deren Steinzeitqualität. Das gibt der
Geschichte die geeignete Würze. Saddam darf erst dann für die
Öffentlichkeit sterben, wenn auch er nicht mehr gebraucht wird. Da er
kein Fallschirmspringer ist, und ihm ein Heldentod sicherlich nicht
zugestanden wird (wie seinen Söhnen), empfiehlt sich ein Spaziergang
mit Aufschneiden der Pulsadern, allerdings von einem Doppelgänger - um
sicher zu gehen.
Eines kann man aber inzwischen deutlich feststellen: Die Regie aus
Hollywood wird immer lausiger, genau so wie die papageienartige
Nachplapperei des gleichgeschalteten Einheitsjournalismus. Unsere
Achtung gilt den wenigen verblieben aufrichtigen Journalisten, die in
solch einer Umgebung es wagen, die Wahrheit auszusprechen und kritisch
nachzufragen, wenn die Wahrheit offensichtlich verschleiert werden soll.
Mit herzlichen Grüßen von
Ihrem Muslim-Markt-Team |
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